educational turn

Nicolas Romanacci, lecture:

"image and aesthetic education"

at the documenta12.

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Subtitle:

"From Goodman's Epistemic Turn to The Educational Turn".*

Including a presentation of the research project "educational turn".

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*Considerations based on:

"Catherine Z. Elgin: Relocating Aesthetics: Goodman's Epistemic Turn", in: Revue Internationale de Philosophie 46 (1993) 171-186.

German translation (Gerhard Ernst) in:

"Jakob Steinbrenner, Oliver R. Scholz und Gerhard Ernst (Hg.): Symbole, Systeme, Welten. Studien zur Philosophie Nelson Goodmans. Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren, Heidelberg 2005, S. 43-59. http://www.synchron-publishers.com

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Part of the "Block-Seminar" "Bild und ästhetische Bildung" (5.-8. July 2007) with the Philosopher Prof. Klaus Sachs-Hombach and Prof. Hans Dieter Huber (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)

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12. internationaler Kongress der Deutschen Gesellschaft für Semiotik:

Das Konkrete als Zeichen.
9. bis 12. Oktober 2008, Universität Stuttgart.
Sektion: Zeichenmaterialität, Körpersinn und (sub-)kulturelle Identität.
Ernest Hess-Lüttich, Eva Kimminich, Klaus Sachs-Hombach, Karin Wenz

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http://www.dgs-stuttgart-2008.de

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Nicolas Romanacci, lecture:

"possession plus reference"

Das Konkrete als Zeichen - Nelson Goodmans Begriff der Exemplifikation

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Aufgezeigt werden soll einführend die grundlegende und weitreichende Bedeutung des Begriffes der Exemplifikation für eine allgemeine Symboltheorie. Konkret angewandt wird der Begriff für eine Diskussion der Themenbereiche „Das Konkrete als Zeichen, Zeichenmaterialität, Körpersinn und (sub-) kulturelle Identitäten", wobei ein Bezug zu erkennbaren, grundlegenden Defiziten in unserem Bildungsangebot zur Diskussion gestellt werden soll.

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Exemplifikation, Kognition und Kreativität

Nelson Goodman unterscheidet zwei grundlegende Weisen der Bezugnahme von Symbolen: Denotation und Exemplifikation. Bei der Denotation verläuft die Richtung der Bezugnahme vom Symbol zu den bezeichneten Gegenständen oder Ereignissen. Die Exemplifikation erfolgt gewissermaßen in umgekehrter Richtung. Ein Gegenstand fungiert als Muster („sample"), als exemplifizierendes Symbol, wenn er auf einen Teil der Prädikate, die er aufweist, zudem Bezug nimmt. Exemplifikation ist somit nach Nelson Goodman „possession plus reference". Ein wichtiger Aspekt der Exemplifikation ist, daß sie über das konkrete Beispiel in besonderer Weise nichtsprachliche Label bereitstellen kann und epistemischen Zugang zu diesen ermöglicht - und dadurch zu anderen Bereichen, auf welche diese Label entsprechend Anwendung finden können. Derlei wird im Alltag, im Handel, in den Wissenschaften und in besonderem Maße in den Künsten praktiziert. So exemplifiziert das Stoffmuster eines Schneiders etwa seine Farbe, seine Materialqualität, seine Textur - jedoch nicht seine Größe oder das Datum seiner Herstellung. Exemplifikation in den Künsten ist in der Regel komplexer und schwieriger zu erfassen. Ein grundlegendes Problem ist es aber in jedem Fall, herauszufinden, welche Eigenschaften das Muster oder das Kunstwerk exemplifiziert und welche Eigenschaften es lediglich besitzt und somit keine symbolische Funktion zugewiesen bekommen. Goodman nähert sich diesem Problembereich über seine Theorie der Induktion. Verkürzt dargestellt kommt er zu der Annahme, daß lediglich vorangegangene Praxis Hinweise auf eine Fortsetzbarkeit von Hypothesen oder eben auf eine sinnvolle Anwendung von Labels bieten kann. Er spricht in diesem Fall von entrenchment, was üblicherweise mit Verankerung übersetzt wird. Besondere Schwierigkeit für eine Einordnung, aber eben auch besonderen kognitiven Wert bietet die Bereitstellung neuartiger Label - in den Wissenschaften wie in den Künsten. Die Generierung neuer Label durch den Wissenschaftler oder den Künstler, aber auch das Erfassen und die Einordnung jener durch den Rezipienten, stellen komplexe kognitive und kreative Leistungen dar.

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Ausdruck, Identität und Bildung

Eine besondere Form der Bezugnahme erschließt Goodman durch seinen Begriff der metaphorischen Exemplifikation. Mit ihm erfasst Goodman das Phänomen des Ausdrucks. So kann etwa ein Gemälde durch seine Farben und Formen eine Stimmung oder Emotionen zum Ausdruck bringen, indem es diese metaphorisch exemplifiziert. Neben den Künsten spielt auch bei den körpernahen Symbolisierungsformen wie etwa Gestik, Körperhaltung oder Kleidungsstil die Exemplifikation eine bedeutende Rolle. So kann über die genannten Punkte ein Lebensgefühl zum Ausdruck gebracht werden. Über dieses wiederum kann - gerade bei Jugendlichen - (sub-) kulturelle Identität ihre Gestaltung finden. Aus Sicht einer allgemeinen Symboltheorie stellt die Bildung, das Erfassen und die Kommunikation (sub-) kultureller Erscheinungsformen und Identitäten eine kognitive und genuin kreative Leistung dar, die subtile und komplexe kommunikative Fähigkeiten erfordert und erweitert. Jugendkultur kann als Zeichen für ein grundlegendes menschliches Bedürfnis nach nichtsprachlichen Formen des Ausdrucks, der Kommunikation, der Identitäts- und Persönlichkeitsbildung verstanden werden.

Unser Bildungssystem sollte die kognitiven, kreativen und identitätsbildenden Aspekte dieses Problembereiches ernst nehmen und Jugendlichen bedeutend mehr Angebote an nicht-propositionalen Symbolisierungsformen bieten, wie es exemplarisch das kreative und experimentelle Gestalten ermöglicht. Sonst wird das kreative Potenzial von Jugendkultur weiterhin von Medien- und Modeindustrie ausgenutzt, kanalisiert, vereinheitlicht und somit zerstört werden. Ohne radikal erweiterte Bildungsangebote können - gerade bei Heranwachsenden - Phänomene wie Konsumsucht, Medienmissbrauch und Identitätskrisen nicht verwundern, solange grundlegende Ursachen für eine Fehlentwicklung in unserem Bildungssystem zu erkennen sind. Jugendlichen Fehlverhalten, wie etwa Konsumsucht, zum Vorwurf zu machen, bleibt ohne entsprechend erweiterte Bildungsangebote purer Zynismus, eine (Um-) Erziehung von potenziell und genuin kreativen Jugendlichen zu gleichgeschalteten Konsumenten stellt vor diesem Hintergrund eine folgerichtige Entwicklung hin zu einer am Konsum orientierten Gesellschaft dar. Es bleibt die Frage offen, ob eine derartige Entwicklung nicht sogar teilweise beabsichtigt oder wenigstens erwünscht ist, etwa von Seiten der Wirtschaft. Die sogenannte G8-Reform an den Gymnasien mit ihrer Schulzeitverkürzung bei gleichbleibendem Lernstoff und dadurch extrem erhöhtem Lern- und Leistungsdruck und somit radikal eingeschränktem Zeitpensum für kreative Tätigkeiten in Unterricht und Freizeit wurde auf Initiative und Druck der Wirtschaft durchgesetzt. Ein alarmierendes, konkretes Zeichen für dringenden und radikalen Handlungsbedarf, wenn in unserer Gesellschaft in einem solchen Ausmaß wirtschaftliche Interessen Bildungsinhalte und Werte beeinflussen und diktieren.

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Project:

"children-media-art"

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Start July 2007

together with the "Grundschule an der Johann-Schmid-Strasse", Unterschleissheim:

http://grundschule-johann-schmid.de/

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Elementary school with an integrated approach for children with special needs.

Educational turn includes explicit an integrated approach to education.

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In preparation:

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© Copyright 2007. All Rights Reserved.

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"The Educational Turn. Essays in Educational Method"

Book project. Reader with contributions from different research areas, focused on research results of the "image science". (In a broad view in Memoriam Richard Rorty).

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"Bild - Wirklichkeiten"

Überlegungen zur Bedeutung von Bildern - speziell in der Kunst - für die Konstruktion und Wahrnehmung von Wirklichkeit(en). Eine Studie im Ausgang von Nelson Goodmans Symbol Theorie. Master-These. (Considerations about the significance of images - especially in the art - for the construction and perception of our worlds. Master-Thesis).